Arthrose
Arthrose ist eine Abnutzungserscheinung der Gelenkknorpel, an der sowohl der Mensch als auch Tiere erkranken können. Sie tritt meist im Alter auf, kann aber auch durch Verletzungen und Übergewicht hervorgerufen werden. Bei Haustieren ist die Krankheit sogar relativ häufig, da Haustiere im Gegensatz zu ihren Verwandten in der freien Wildbahn sehr alt werden und oft durch zu viel Futter übergewichtig sind.
Arthrose in den Beinen verursacht Schmerzen beim Aufstehen und Laufen, wobei der Schmerz nach einer Anlaufphase manchmal nachlässt. Der Tierarzt kann mit Hilfe des Röntgengerätes eine Arthrose zweifelsfrei feststellen. Gegen die Arthrose selbst gibt es für Tiere keine Medikamente oder künstliche Gelenke. Haustieren kann das Leben mit schmerzstillenden und knorpelaufbauenden Medikamenten erleichtert werden, bei Wildtieren ist dies nicht ohne weiteres möglich.
Bronchitis
Die Atemwege der Lunge sind mit einer Schleimhaut bedeckt und werden auch als Bronchialsystem bezeichnet. Ist die Schleimhaut der Atemwege entzündet, dann spricht man von einer Bronchitis. Eine solche Entzündung entsteht meist im Zusammenhang mit einer anderen Infektion, zum Beispiel einer Erkältung oder einer Grippe.
Meist handelt es sich um eine relativ harmlose Erkrankung, bei der das Tier jedoch unter einem starken Husten und Fieber leidet. Bei einer akuten Bronchitis kann der Tierarzt ein Antibiotikum verabreichen. Das hilft zwar nicht gegen mögliche Erkältungs- oder Grippeviren, wohl aber gegen bakterielle Entzündungen, so genannte Sekundärinfektionen, die mit einer Bronchitis einhergehen können.
Fremdkörper in der Pfote
Die meisten Tiere der Savanne haben robuste Pfoten oder Hufe und sind damit sehr gut an ihre Umwelt angepasst. Gerade bei grabenden Tieren sind die Krallen besonders fest oder die Haut der Pfoten ist besonders derb und unempfindlich. Trotzdem kann es immer wieder vorkommen, dass die Tiere sich beim Graben an spitzen Gegenständen wie etwa Dornen oder Steinen verletzen oder beim Laufen in sie hineintreten.
Schlimmer ist es noch, wenn die verletzenden Gegenstände aus dem Abfall des Menschen stammen, wie Glasscherben oder Metallteile. Normalerweise heilen Verletzungen an den Pfoten nach einigen Tagen ab. Allerdings kann es passieren, dass der Fremdkörper stecken bleibt und sich die Wunde entzündet.
Der Tierarzt kann den Fremdkörper meist mit Hilfe einer Pinzette aus der Wunde ziehen, sie anschließend desinfizieren und verbinden. Manchmal muss der Fremdkörper auch operativ entfernt und die Wunde anschließend genäht werden. Hat sich die Wunde entzündet, so muss dem Tier zusätzlich ein Antibiotikum gegeben werden.
Clostridien
Clostridien bilden eine Gruppe von Bakterien. Sie kommen nahezu überall vor, hauptsächlich aber im Erdboden und im Verdauungstrakt. Die meisten Clostridienarten sind harmlos, einige Vertreter dieser Gruppe können jedoch bei Mensch und Tier unterschiedlich schwere Krankheiten hervorrufen. Zu den harmloseren Krankheiten gehören verschiedene Durchfallerkrankungen. Zu den schweren Erkrankungen zählen der Wundstarrkrampf und Botulismus. Der Wundstarrkrampf, auch Tetanus genannt, wird durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht. Die Bakterien leben im Boden und gelangen schon über kleine Wunden in den Körper und lösen schwere Krämpfe aus, die oft tödlich enden. Glücklicherweise gibt es gegen diese Krankheit eine wirksame Schutzimpfung.
Botulismus, eine sehr schwere Lebensmittelvergiftung, wird durch den Erreger Clostridium botulinum verursacht. Der Giftstoff Botulinustoxin, kurz Botox, ist das stärkste bekannte Gift überhaupt. Die harmloseren Erkrankungen kann man gut mit Antibiotika behandeln. Die schweren Erkrankungen hingegen verlaufen oft so schnell und so heftig, dass jede Hilfe zu spät kommt.










